phobias and other fears.

Angst ist ein Grundgefühl, welches sich in bedrohlichen Situationen des Lebens in Besorgnis äußert. Besorgt war ich die letzten Tage wirklich. Ich erwartete ein lebensnotwendiges Paket aus Deutschland – genau genommen waren es zwei Pakete, die insgesamt 15 kg schwer und voll gefüllt mit den schönsten Leckereien der Welt sein sollten. Alles was das Herz begehrt. Nur habe ich ja nichts davon wenn dieses Paket von Deutschland in all den vielen Lastwagen und durch die vielen Depotstationen seinen Weg nicht zu dem Menschen findet, der es bitter nötig hat. 😉 Okay, okay, okay – ich gebe zu, verhungern werde ich wohl nicht. Aber ich denke an die gute Wurst die sich in der vakkuumverpackten Folie befindet und nur darauf wartet auf mein Butterbrot am Morgen gelegt zu werden. Wurst hin oder her. Seit Tagen verfolgte ich den Sendestatus. Keine Veränderungen. Die Pakete sind nun knapp drei Tage überfällig und meine Gedanken schweifen immer um meine Wurst im gelben DHL-Paket. Das doppelte Lottchen am Postschalter leidet wohl an einer seltenen Krankheit: Anglophobie (Angst vor der englischen Sprache und Kultur). Sie verstand nämlich kein Wort von dem was ich sie fragte! Selbst zahlreíche Versuche mit Google-Translator mein Anliegen auf Finnisch zu übersetzen, brachten mich nicht weiter. Als ich versuchte mit Händen und Füßen ihr zu erklären, dass ich dieses quietschgelbe wichtige Paket aus Saksa (Deutschland für die Finnen) erwarte, endete dies in einem Disaster. Sie brachte aufgrund ihrer Phopie gegen die Anglizismen nur einen einzigen Satz über die Lippen: „I don’t tsssink soooo!“ Prima. Und nun? Mein herrenloses Paket steht bestimmt in irgendeinem Depot in Finnland und weint, weil ihm kalt ist. Muss ich neben meiner eigentlich Arbeit hier noch eine Spezialausbildung zur Paketspionin absolvieren?  Egal. Das doppelte Lottchen wusste auch keinen Rat. Selbst ihre Zwillingsschwester verstand nur Bahnhof. Man konnte diese beiden blonden Mädchen aber auch nicht auseinander halten. Sie schminken sich beide gleich, haben die selben Gesichtszüge und selbst durch den Ton ihrer Stimme konnte man keinen Unterschied feststellen. Am Ende wusste ich schon gar nicht mehr, mit welchem der weltfremden Finninnen ich gesprochen habe. So blieb mir nur eine Möglichkeit – Tag für Tag mit meiner Anwesenheit in dem Postoffice-Konsum zu glänzen. Mein Ehrgeiz versprach Erfolg. So schleppte ich gestern meine Pakete den dunklen Waldweg zum Dormitory „nach Hause“. Es war wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen.

Nur gut das ich solche tollen Eltern habe. 😉

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