welcome to winterwonderland.

Das ewige Wunder der DDR hält hier immer noch inne. 😉 Wie sagte man früher? – „Kultur im Heim“ – besser leben, schöner wohnen. Ich wusste, dass ich in keinem Vier-Sterne-Hotel wohnen würde, dennoch muss ich mich an die Back-to-the-Roots-Variante erst gewöhnen. Es hätte schlimmer kommen können – aber das finnische Design ist so gar nicht nach meinem Geschmack. Das ungemein gemütliche Bett, welches ganz sicher teuer aus Italien importiert wurde, bestehend aus einer Alu-Stahl-Federmatratzenkonstruktion (ohne Kern) – bereitet mir jetzt schon Freude. Die Federn, die wohlmöglich teuer in Handarbeit angefertigt wurden, sollten wohl einen massierenden Effekt für außergewöhnlichen Schlafcomfort bieten. Für uns Deutsche jedoch nur eine Gewöhnungssache munkelt man. Ich habe einmal gelesen, dass man dieses nächtliche Brauchtum nur mit viel Ausdauer und Willenskraft vollziehen kann! Na ja, die kommenden zwei Monate habe ich ja Zeit dafür.

Ansonsten kann ich nur sagen: „It takes my breath away.“
Atemberaubende Landschaft. Fürchterliche Kälte, sodass einem das Atem schwer fällt – man gewöhnt sich an die Kälte, aber länger als zehn Minuten hält man es draußen kaum aus. Bei -26 Grad ist das auch kein Wunder. Aber die Rentiere im Santa Park fühlten sich pudelwohl.

Mein erster Arbeitstag war „easy going“ – ich bekam den Ablauf und die ganze Organisation im Artic Circle Desk erklärt. Anfangs noch schüchtern – lockerte sich mein Englisch schnell auf.

Have to seen what will happen on my second day….!

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airport.

Nun befinde ich mich auf dem Weg zum Flughafen. Die Aufregung steigt. Derzeit -4 Grad in Berlin-Brandenburg. Nach meiner schweißtreibenden Koffer-Pack-Aktion von gestern, hoffe ich, dass ich auch an alles gedacht habe. (23 kg Aufgabegepäck ist ja nun wirklich nicht die Welt – Hallo? Ich bin eine Frau!) Zum Glück gab es noch größere Koffer käuflich zu erwerben.

Nun habe ich nur noch eine Sorge, das mein Reisegepäck unterwegs abhanden kommen könnte. No Risk – No Fun, was?

Na dann auf in das unbekannte Abenteuer.

Meine Mädels (Whooo), Netti und Chris – ihr werdet mir fehlen. Meine Famile darf an der Stelle auch nicht unerwähnt bleiben.

Gute Reise – guten Flug – gute Ankunft!

yksi – kaksi – kolme – näkemiin!

„From all of us at Air France welcome aboard. For your safety please take a moment to listen this important message. In preparation for departure, fasten your seat belt by placing the metal fitting into the buckle. For your comfort and safety adjust the strap so it fits low and tight around your hips. To relase, just lift the face plate of the buckle. As you know, turbulances is sometimes unexpected. So we require your seat belt be fastened at all times.“

So wird meine Reise am Sonntagmorgen beginnen…zu dem Ort, den man auch Tor zum Norden nennt! Nun sind es nicht einmal mehr drei Tage. Morgen wird die letzte Hürde genommen: die Zwischenprüfung. Und dann heißt es: Finland – Coming! 

Berlin Tegel – Paris Charles de Gaulle – Helsinki Aiport – Rovaniemi Airport. Elf Stunden unterwegs. Dreimal starten. Dreimal landen. Und dann auf ins Ungewisse.

(yksi – kaksi – kolme – Näkemiin!  [finnisch]: eins – zwei – drei – Auf Wiedersehen!)

The countdown has started.

Heute in einer Woche um die Zeit befinde ich mich schon im Norden Finnlands – in Finnisch-Lappland. Man sagt, dass die Besiedlung in diesem Raum sehr dünn sei. Die Natur umso gewaltiger – ein einzigartiges Zusammenspiel von Mensch, Natur und Dingen, die man sich vermutlich nicht erklären kann.

Rovaniemi, das nur unweit vom Polarkreis liegt, ein Sehnsuchtsziel für diejenigen, die das Außergewöhnliche direkt vor der Haustür haben möchten. Rovaniemi ist die einzige Stadt in Lappland. Somit bildet Rovaniemi an sich ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum im Nimmerland.

So sehr ich auf mein neues Zuhause gespannt bin, umso trauriger war der Tag heute. Heute hieß es Abschied nehmen von meinem Freund. Er geht nach Afghanistan und ich nach Finnland. Zwei Menschen mit unterschiedlichen Zielen und jeder wird Erfahrungen sammeln, die das Leben prägen.

2012.

Wir schreiben das Jahr 2012. Das Ende der Welt steht uns bevor. Grund genug die Zeit noch einmal richtig zu nutzen. 😉 In wenigen Tagen wird die große Reise beginnen und in meinem Kopf herrscht jetzt schon völliges Chaos. „Habe ich an alles gedacht? Was muss ich noch einkaufen? Wie wird das Leben dort? Startschwierigkeiten? Wie packe ich meine Zwischenprüfung im Januar 2012?“ In der letzten Woche wurden alle Formalitäten festgemacht. Ich dachte nicht, dass es so eine Masse an „Schreibkram“ ist, der damit zusammenhängt. Hoffentlich habe ich auch an alles gedacht!

Im ganzen „Trubbelmubbel“ wächst die Vorfreude auf die unbekannten Weiten Finnlands und das Leben am Polarkreis. Ich wünsche mir eine schöne Zeit voller interessanter Eindrücke.